Bayerisches Landesaufnahmegesetz (AufnG)

Gesetz über die Aufnahme und Unterbringung der Leistungsberechtigten nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
Das AufnG legt fest, dass alle Flüchtlinge, die Leistungen nach dem AsylbLG erhalten, in Sammelunterkünften leben müssen. Damit sind sie in einem nahezu geschlossenen Universum gefangen. Nach ihrer Ankunft in Deutschland müssen sie in „Aufnahmeeinrichtungen“ leben, danach werden sie auf „Gemeinschaftsunterkünfte (GUs)“ verteilt und werden, so sie keine Aufenthaltserlaubnis erhalten, von dort aus abgeschoben. Gab es in der Vergangenheit noch die Möglichkeit, aus der GU auszuziehen und eine eigene Wohnung anzumieten, müssen seit 2002 alle Flüchtlinge, die (noch) keine Aufenthaltserlaubnis bekommen haben, dort leben. Selbst diejenigen, die bereits eigene Wohnungen hatten, wurden wieder zurück geschickt.

Bayerische Asyldurchführungsverordnung (DV Asyl)

Verordnung zur Durchführung des Asylverfahrensgesetzes, des Asylbewerberleistungsgesetzes und des Aufnahmegesetzes
Die DV Asyl regelt die Unterbringung der Flüchtlinge in Bayern und legt dafür Verteilschlüssel auf die Landkreise und kreisfreien Städte fest.

Mindeststandards Flüchtlingsunterkünfte

Leitlinie zu Art, Größe und Ausstattung von Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber
Die Mindeststandards wurden vom bayerischen Sozialministerium zum 1.4.2010 in Kraft gesetzt und legen 7 qm Wohnraum pro Person, sowie die Anzahl der Duschen, Toiletten, Herdplatten je BewohnerIn fest. Sie gelten jedoch nur für die Flüchtlingseinrichtungen, die nach dem 1.4.2010 neu eröffnet werden.

(Quelle: Bayerischer Flüchtlingsrat)