Leverkusen
Im sogenannten Leverkusener Modell wird seit 2001 die Unterbringung von Flüchtlingen – unabhängig von ihrem Status – in Privatwohnungen erfolgreich praktiziert. Organisatoren sind der Caritasverband, der Flüchtlingsrat Leverkusen und die Stadtverwaltung. Bereits in der neunmonatigen Testphase wurden 90 Wohnungen vermittelt. Die Flüchtlinge werden auch dabei unterstützt, sich selbst Wohnraum zu suchen.
Das Modell soll in Dortmund, Dresden, Essen und Köln übernommen, bzw. ist dort schon realisiert.
http://www.fluechtlingsrat-leverkusen.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Leverkusener_Modell
http://www.leverkusen.de/leben-in-lev/gesellschaft-soziales/fluechtlinge-in-lev/unterkuenfte-und-wohnen.php

Köln
Das Projekt „Auszugsmanagement“ läuft seit 2011, Wohnungen werden unabhängig von deren Status an Flüchtlinge vermittelt. Die Stadt fungiert als Makler, sucht die Mieter aus und steht 3 Monate lang als Ansprechpartner noch Verfügung. Flüchtlingsfamilien werden bevorzugt. Seit 2013 kam es auf so zu 220 Vermietungen.
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/soziales/koeln-hilft-fluechtlingen/auszugsmanagement

Berlin
„Mensch Mensch Mensch e.V.“ ist eine bundesweite Vermittlung von Zimmern und Wohnungen an geflüchtete Menschen. Die Organisatoren prüfen die Mietangebote, kümmern sich um die Anmeldung des Wohnraums, suchen Mitbewohner, stellen Kontakte, auch zu Paten, her, helfen bei der Finanzierung der Mieten durch Spenden und Crowdfunding.
http://flüchtlingwillkommen.de/
http://www.fluechtlinge-willkommen.de/
http://www.refugees-welcome.net/

Das „Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk Berlin“ arbeitet mit dem LAGESO (Landesamt für Gesundheit und Soziales) zusammen. Nur Flüchtlinge mit einer Aufenthaltsbescheinigung und der Erlaubnis zur Wohnungssuche werden vermittelt.
Angeboten wird eine Beratung in mehreren Sprachen. Die Bereitschaft in der Bevölkerung, Flüchtlinge aufzunehmen, ist groß: im Jahr 2015 wurde eine 4-stellige Zahl an Vermietungen realisiert.

„FlüchtlingWillkommen e.V., Berlin“ ist eine Initiative der deutschen Filmwirtschaft.
Es wird bundesweit nach verfügbarem Wohnraum für Flüchtlinge gesucht. Privatpersonen und Firmen können ihre Unterkünfte einstellen, Flüchtlinge, aber auch Behörden die Angebote einsehen. Die interaktive Version funktioniert wie ein Mietportal.
http://www.flüchtlingwillkommen.de

Konstanz
Eine Kampagne in der Stadt mit 83.000 Einwohnern will 83 Wohnräume vermitteln – einen pro tausend Konstanzer. Seit Anfang Januar 2016 wurden bereits 30 Wohnungen vermittelt, allerdings nur für Flüchtlinge, die bereits Asyl oder Bleiberecht bekommen haben. Ziel ist auch hier die Unterstützung der Flüchtlinge bei der Integration.
http://www.konstanz-fuer-fluechtlinge.de/Engagement/Organisationen/83-Konstanz-integriert/

Leipzig
Flüchtlinge finden mit dem Programm „Wohnungspaten“ ihre erste eigene Wohnung. Pate unterstützen sie bei der Suche. Auf einer Plattform werden Vermieter und Mieter miteinander vernetzt, auch mit Hilfe von Übersetzern. Bisher wurden so 70 Wohnungen vermittelt.
http://www.fluechtlingswohnungen.org

Dresden
Auch hier gibt es ein Projektbüro für die private Unterbringung von Flüchtlingen. Vorrangig sollen Familien und Frauen untergebracht werden.
http://www.infozentrum-dresden.de/wohnung-gesucht-vermieten-sie-wohnraum-helfen-sie-fluechtlingen/

Essen
Die Initiative „Rooms of Hope“ fordert den Oberbürgermeister und die Stadtverwaltung von Essen auf, private Wohnangebote für Geflüchtete aus Idomeni anzunehmen. Gleichzeitig werden die EinwohnerInnen der Stadt dazu aufgerufen, Wohnraum zur Unterbringung der Geflüchteten zur Verfügung zu stellen und sich auf der Homepage zu registrieren.
https://rooms-of-hope.org/zimmer-frei-raum-anbieten/